Wolf Zwillinge spielen sich in die WTTV-Spitze vor

Linda und Kristin Wolf platzieren sich bei der WTTV-Endrangliste der C-Schülerinnen im Vorderfeld

In Ense fanden die Spiele der besten 16 C-Schülerinnen aus NRW statt. Vom LTV Lippstadt hatten sich mit guten Leistungen in den vorangegangenen Ranglistenstufen Linda und Kristin Wolf qualifiziert. Beide hatten sich vorgenommen die Rangliste in der vorderen Hälfte zu beenden, was ihnen am Ende auch gelang. Beide hatten dafür jeweils neun Spiele zu bestreiten, was für die 10 Jährigen ein anstrengendes Programm darstellte.

Linda Wolf verlor zu Beginn direkt im Stadtduell gegen Angelina Wulff (DJK Cappel) mit 1:3, konnte sich danach gegen etwas schwächere Gegnerinnen aber zwei Mal glatt durchsetzen mit 3:0 Sätzen. Gegen Maike Sprecher (TTV Daseburg) setzte es aber die zweite Niederlage des Tages. Sie ließ sich aber auch davon nicht aus der Bahn werfen und konnte das nächste Spiel gegen Carolina Pucker (SV Bergheim) mit 3:1 gewinnen. Doch eine echte Siegesserie wollte sich nicht einstellen. Trotz technisch sauberem Spiel unterlag Linda gegen Luisa Düchting (TTG Langenich), da die Gegnerin ihre Stärken im offenen Spiel auf der RH Seite voll ausspielen konnte und Linda trotz sehenswerter Ballwechsel häufig den Kürzeren zog. Etwas bessere Platzierung hätte hier möglicherweise ein anderes Ergebnis gebracht. Zum Abschluss der Gruppenspiele konnte Linda gegen Philippa von Bandemer (Borussia Düsseldorf) einen wichtigen und überaus knappen 3:2 Sieg erspielen. Trotz eines 6:8 Rückstandes im fünften Satz steckte sie nicht auf, sondern punktete fünf Mal im Folge zum 11:8. Durch diesen Sieg qualifizierte sie sich als Gruppendritte für die Platzierungsspiele 5-8.

Ihre Zwillingsschwester Kristin spielte in ihrer Vorrundengruppe ähnliche Ergebnisse. Sie startete mit zwei Siegen gegen Jolanda Wilke (TTC Mennighüffen) und Aoi Osawa (TuS Wickrath). Gegen Osawa drehte sie dabei ein 3:8 im Entscheidungssatz noch in einen Sieg und bewies enorme Nervenstärke. Die erste Niederlage musste sie gegen Joyce Liebau (SuS Veltheim) verdauen. Starke Aufschläge ihrer Gegnerin machten ihr das Leben schwer in dieser Begegnung. Doch auch sie ließ sich davon nicht verunsichern und legte zwei Siege gegen Sophia Heck (DJK Herhahn-Morsbach) und Greta Justus (TTV Borgholz) nach. Gegen die beiden stärksten Gegnerinnen ihrer Gruppe, Eireen Kalaitzidou (DJK Franz-Sales-Haus Essen) und Katja Schütz (TSV Marienberghausen) setzte es aber deutliche Niederlagen, so dass auch sie sich für die Platzierungsspiele 5-8 qualifizierte.

In diesen Spielen kam es zum ungeliebten direkten Duell der beiden Geschwister, welches bis jetzt ohne Ausnahme Kristin für sich entscheiden konnte. Doch dieses Mal sollte es anders kommen. Beide spielten ihr bestes Tischtennis und überzeugten die Zuschauer ein ums andere Mal mit starken Ballwechseln. Am Ende setzte sich erstmals Linda mit 11:9 im Entscheidungssatz durch. Kristin konnte sich trotz deutlich sichtbarer Enttäuschung aber nochmals für das letzte Spiel des Tages motivieren und setzte sich gegen Philippa von Bandemer (Borussia Düsseldorf), wie schon ihre Schwester zuvor, knapp im Entscheidungssatz durch, nachdem sie schon mit 2:0 Sätzen in Führung lag. Eine starke mentale Leistung der jungen LTV-Spielerin sich nach der schwer zu verdauenden Niederlage im Familienduell sich nochmals so gut zu konzentrieren und auch den Verlust der Satzführung ohne Probleme wegzustecken. Lohn dafür war der siebte Platz von 16 Starterinnen. Linda konnte ihr letztes Spiel gegen Liebau (SuS Veltheim) nicht gewinnen. Auch sie hatte zu große Probleme mit den Aufschlägen der Gegnerin, so dass sie die Rangliste auf dem sechsten Platz abschloss.

Nach dem vierten Platz von Marius Goebel vor zwei Jahren und dem Ranglistensieg von Jonas Kramer im Vorjahr, konnten sich auch in diesem Jahr wieder zwei Spieler/innen ins vordere Feld bei einer WTTV Endrangliste der Jüngsten vorspielen und auf WTTV Ebene ihre ersten Erfolge feiern. Vor allem spielerisch konnten beide bei der Endrangliste mit beidseitigem Angriffsspiel überzeugen, wohingegen die Schwächen in der Platzierung und im Aufschlagspiel in den nächsten Wochen und Monaten im Vereinstraining noch angegangen werden müssen. Gespannt sind die Trainer des LTV schon jetzt, welche Talente im nächsten Jahr den Sprung auf die Landesebene schaffen. Zuzutrauen ist es mit Jule Wilden bei den Mädchen, Jonas Fuchs, Davide Spina und eventuell auch den noch sehr jungen Nils Petermann und Thorin Wilden bei den Jungen einigen LTV-Spielern. Ob dann auch Spieler die Serie der Teilnahmen von LTV-Spielern an den Endranglistenspielen fortsetzen können, wird spannend zu beobachten sein.

 

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