Nachbericht NRW-Liga LTV Lippstadt – DJK Germania Kamen

Herren NRW-Liga: LTV Lippstadt – DJK Germania Kamen 8:8

Ein Satz fehlte dem LTV zum perfekten Einstand in die NRW-Liga. Doch diesen einen Satz konnten Gleitsmann/Litschke im Abschlussdoppel trotz 2:1 Satzführung einfach nicht erreichen. Dabei gaben die zahlreichen Zuschauer zu später Stunde nochmals alles, aber die Kamener Kombination Ostrowski/Volmert agierten im Aufschlag- und Rückschlagspiel sicherer und variabler, so dass sie die wichtigen Punkte für sich verbuchten und dem hohen Favoriten noch das Unentschieden sichern konnten.

Dieser musste im Saisonauftakt auf ihre Nummer 1 Alexander Lübke verzichten. Trotzdem waren die Gäste aus Kamen immer noch an fast allen Positionen favorisiert, da sie als eine der Spitzenmannschaften der Liga über eine enorme Ausgeglichenheit verfügen. Selbst ohne ihre Nummer 1 verfügte die Nummer 5 Kamens immer noch deutlich über 1900 TTR-Punkte und hat im vergangenen Jahr noch im oberen Paarkreuz agiert.

Schon in den Eingangsdoppeln entwickelte sich eine Begegnung, die ein hohes Niveau und reichlich knappe Spielausgänge bot. Gleitsmann/Litschke setzten sich im Entscheidungssatz durch. Brannekemper/Samol und Rocholl/Reihs unterlagen ihren Gegnern dagegen im fünften Satz. Schon hier wurde das durchgängig höhere Spielniveau der NRW-Liga deutlich. Viele hochklassige Bälle waren die Folge. In den Einzeln konnten die Lippstädter im oberen und unteren Paarkreuz eine so nicht für möglich gehaltene Überlegenheit herausspielen. Christian Gleitsmann und Jan Litschke holten alle vier möglichen Punkte am Spitzenpaarkreuz. Dabei war vor allem bei Jan Litschke eine Leistungssteigerung deutlich zu erkennen. In dieser Form kann er noch wichtige Punkte für die Mannschaft im Abstiegskampf holen. In der Mitte konnten Marcel Brannekemper und Marc Rocholl dagegen wenig ausrichten. Ihre vier Einzel gewann Kamen größtenteils deutlich. Im unteren Paarkreuz blieb Abwehrspieler Tobias Samol nach ganz starken Vorstellungen ungeschlagen. Justus Reihs konnte das eminent wichtige Einzel im Duell der Sechser für sich entscheiden und zur 8:7 Führung erhöhen. Dabei lag er schnell mit 0:1 Sätzen hinten, steigerte sich aber von Satz zu Satz und auch durch die Unterstützung der Zuschauer lieferte er eine starke Partie ab gegen seinen erfahrenen Gegner Andreas Czedzak, der vor einigen Jahren auch schon in der Oberliga aktiv war. Bei einer 2:1 Satzführung sah es im Abschlussdoppel schon nach einem LTV-Sieg aus, doch reichen sollte es am Ende nach über vier Stunden Spielzeit dann doch “nur” zu einem Unentschieden, das beim LTV aber trotzdem für mehr Zufriedenheit als Frust sorgte.

Auch wenn der Gast nicht komplett antrat, so war es keineswegs selbstverständlich gegen die weiterhin stark aufgestellten Gäste so gut mithalten zu können in der neuen Umgebung der NRW-Liga. Sollte sich die Mannschaft in Zukunft noch etwas ausgeglichener präsentieren können, ist mit ihr im nächsten Heimspiel am 23. September gegen Borussia Münster erneut zu rechnen.

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